Dr. Heinrich Lahmann

(* 1860 – † 1. Juni 1905 bei Radeberg)

Als Sohn eines erfolgreichen Bremer Kaufmanns studierte Lahmann zunächst nach erfolgreichem Realgymnasiumabschluss 5 Semester Bauwesen, widmete sich aber schnell der Medizin. Schon während seines Studiums befasste es sich der Naturheilkunde in all ihren Facetten und mit der vegetarischen Lebensweise.
Frisch von der Universität bekam er eine unerhörte Chance - der Mäzen der Naturheilkunde, der Industrielle Johann von Zimmermann, holte Lahmann an seine Naturheilanstalt nach Chemnitz. Jedoch nach 1,5 Jahren in der Einrichtung von Zimmermann war Lahmann Feuer und Flamme für eine eigenes Sanatorium - bei zwei Besuchen in Dresden hatte er sich den Kurort Weißer Hirsch mit seinem Frida-Bad, welches sich ideal für seine Wasserbehandlungen nutzen ließ, auserkoren und konnte somit am 1. Januar 1888 sein "Physiatrisches Sanatorium" mit 10 Angestellten eröffnen.

Dr. Heinrich Lahmann zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass er seine praktisch gewonnenen Erkenntnisse nicht nur systematisch ordnete, sondern diese auch naturwissenschaftlich begründete. In seinem 1891 erschienen gleichnamigen Buch entwickelte er die Theorie von der „diätetischen Blutentmischung als Grundursache aller Krankheiten“. Dieser Auffassung nach führt eine falsche Ernährung zu einer falschen Zusammensetzung des Blutes und damit zu einer falschen Zusammensetzung aller Körpergewebe. Zum Nachweis seiner Auffassung ließ Lahmann in seinem chemisch-physiologischen Laboratorium Untersuchungen zum menschlichen Stoffwechsel, insbesondere dem Mineralstoffwechsel vornehmen. In der säurereichen Nahrung und der daraus folgenden Unterversorgung mit basischen Mineralstoffen (Nährsalzen) sah er eine Hauptursache für Erkrankungen. Die Erfolge der Lahmannschen Kur, das Sanatorium und die hier geleistete wissenschaftliche Arbeit trugen den Ruf des Weißen Hirsches als Kurort in alle Welt. Diesem hervorragenden Ruf folgten nicht nur Patienten, sondern auch weitere Ärzte nicht nur der Naturheilkunde.

Er verstarb schon in seinem 45. Lebensjahr am 1. Juni 1905 an Influenza durch Überanstrengung des Organismus in seinem Gut Friedrichsthal bei Radeberg.


Die Gefahr des Zuvielessens

Zwar waren die damaligen Diabeteskranken meist vom Typ 1 (also eher schlank und geschwächt), aber sein Kapitel zu der Gefahr des Zuvielessen passt schon damals ganz gut auf die Bekämpfung unserer heutigen Wohlstandkrankheiten.

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Dr. Heinrich Lahmann
Dr. Heinrich Lahmann

Lahmann Sanatorium Dresden
Lahmann Sanatorium Dresden

Diätetische Blutentmischung
Diätetische Blutentmischung