Dr. Heinrich Lahmann(* 1860 – † 1. Juni 1905 bei Radeberg) Als
Sohn eines erfolgreichen Bremer Kaufmanns studierte Lahmann zunächst
nach erfolgreichem Realgymnasiumabschluss 5 Semester Bauwesen, widmete
sich aber schnell der Medizin. Schon während seines Studiums befasste
es sich der Naturheilkunde in all ihren Facetten und mit der
vegetarischen Lebensweise. Dr. Heinrich Lahmann zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass er seine praktisch gewonnenen Erkenntnisse nicht nur systematisch ordnete, sondern diese auch naturwissenschaftlich begründete. In seinem 1891 erschienen gleichnamigen Buch entwickelte er die Theorie von der „diätetischen Blutentmischung als Grundursache aller Krankheiten“. Dieser Auffassung nach führt eine falsche Ernährung zu einer falschen Zusammensetzung des Blutes und damit zu einer falschen Zusammensetzung aller Körpergewebe. Zum Nachweis seiner Auffassung ließ Lahmann in seinem chemisch-physiologischen Laboratorium Untersuchungen zum menschlichen Stoffwechsel, insbesondere dem Mineralstoffwechsel vornehmen. In der säurereichen Nahrung und der daraus folgenden Unterversorgung mit basischen Mineralstoffen (Nährsalzen) sah er eine Hauptursache für Erkrankungen. Die Erfolge der Lahmannschen Kur, das Sanatorium und die hier geleistete wissenschaftliche Arbeit trugen den Ruf des Weißen Hirsches als Kurort in alle Welt. Diesem hervorragenden Ruf folgten nicht nur Patienten, sondern auch weitere Ärzte nicht nur der Naturheilkunde. Er verstarb schon in seinem 45. Lebensjahr am 1. Juni 1905 an Influenza durch Überanstrengung des Organismus in seinem Gut Friedrichsthal bei Radeberg. Die Gefahr des ZuvielessensZwar waren die damaligen Diabeteskranken meist vom Typ 1 (also eher schlank und geschwächt), aber sein Kapitel zu der Gefahr des Zuvielessen passt schon damals ganz gut auf die Bekämpfung unserer heutigen Wohlstandkrankheiten. |
Dr. Heinrich Lahmann
Lahmann Sanatorium Dresden
Diätetische Blutentmischung |