Gründung des Stadtkrankenhaus Johannstadt

Als 1864 die Chirurgisch-medicinische Akademie im Kurländer Palais infolge der Medizinalreformbewegung und der Einführung des ärztlichen Einheitsstandes geschlossen worden war, wurden auch ihre Kliniken für Innere Medizin und Chirurgie aufgelöst. Das führte - bei der sich gleichzeitig durchsetzenden naturwissenschaftlichen Medizin und der damit einhergehenden Fachspezialisierung- zwar nicht zuletzt zu einem wesentlichen Bedeutungsgewinn des 1849 etablierten und immer wieder erweiterten, derzeit einzigen, Dresden Stadtkrankenhaus in Friedrichstadt.
Letztlich ausschlaggebend für die bereits um 1889/90 nachhaltig geäußerten Wünschen nach einem Krankenhausneubau waren neben dem durch die wirtschaftliche Entwicklung bedingten raschen Bevölkerungszuwachs in Dresden vor allem der gestiegene durchschnittliche Krankenstand im Friedrichstädter Krankenhaus sowie die große Influenza-Epidemie von 1889/90, was auf den unter Umständen gefährlichen Platzmangel und die Unzulänglichkeit des Friedrichstädter Krankenhaus hingewiesen habe.

Als ärztlicher Leiter der Inneren Abteilung wurde 1901 der ehedem am Friedrichstädter Krankenhaus sowie an der Diakonissenanstalt Dresden tätige Richard Schmaltz (1856-1935) berufen, der sich schon früh um die ärztliche Ausbildung im "Verein für Ärztekurse" kümmerte. Vielleicht waren dies die Grundsteine für die sich später etablierende Dresdner Stoffwechselschule.

Weitere Informatioen: Website des Medizinischen Klinik III


Stadtkrankenhaus Johannstadt
Stadtkrankenhaus Johannstadt