KuriosesBei der Aufbereitung des Themas der Geschichte des Diabetes in Dresden haben sich einige interessante Anekdoten beim Studium der Quellen gesammelt, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne präsentieren möchten. August der Starke Schuld am Diabetes in Sachsen ?Stoffwechselstörungen sind in Sachsen besonders häufig. Die sächsische Bevölkerung hat im Ländervergleich das durchschnittlich höchste Körpergewicht und ein extrem hohes Auftreten von Diabetes. Das hat neben einem ungesunden Lebensstil eventuell auch spezielle genetische Ursachen: August der Starke (1670 - 1733), der übergewichtige Kurfürst von Sachsen, der aus heutiger Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit unter hohem Blutdruck, Diabetes und vielleicht auch einer Fettstoffwechselstörung litt, hatte zwar nur einen legitimen Sohn, zeugte jedoch angeblich 267 Kinder und dürfte im Raum Dresden um die 50 Familienlinien begründet haben. Es kann spekuliert werden, dass er für das Metabolische Syndrom in dieser Region spezielle genetische Impulse gab. Kulinarische Höhepunkte für den DiabetesgourmetUm die täglich wiederkehrenden Fragen der zuckerkranken Kurgäste im Lahmannschen Sanatorium zur Ernährung beantworten zu können, entwickelte Helene Kraft ein Kochbuch strenger Diät für Zuckerkranken. Von geschliffenen Kanülen und gefährlichem UmherreisenIn Zeiten wirtschaftlicher Knappheit weiß man Diabetesutensilien instandzusetzen und warnt Diabetiker vor gefährlichem Umherreisen. |
August der Starke (1670-1733)
Kochbuch von Helene Kraft |